openILIAS UNIVERSITÄT HOHENHEIM
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Einführung und Überblick

Im Zuge des Bologna-Prozesses kommt der Kompetenzorientierung grundsätzliche Bedeutung zu, mit dem Ziel, die Berufs- und Beschäftigungsfähigkeit der Studierenden zu erhöhen. Kompetenzorientierte Lehre erhebt den Anspruch, dass Studierende über den Wissenserwerb hinaus Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln, ihr Fachwissen problembezogen, methodisch und im sozialen Austausch anzuwenden. Die Einlösung dieses Anspruchs erfordert in der Praxis einen Perspektivwechsel hin zu studierendenzentrierten Lehr-/Lernprozessen („shift from teaching to learning“): Studiengänge, Module und Veranstaltungen sind nicht mehr in erster Linie über Inhalte eines Fachgebiets zu definieren, sondern dadurch, was Studierende nach erfolgreichem Abschluss können sollen (siehe auch Curriculumentwicklung). Dieser Perspektivwechsel stellt besondere Anforderung an die Prüfungspraxis, denn es gilt, nicht allein gelerntes Wissen abzuprüfen, sondern das Vorhandensein komplexer fachbezogener und überfachlicher Kompetenzen zu beurteilen, und Studierenden fachliche Rückmeldung zu ihrer Kompetenzentwicklung zu geben.

Die folgenden Materialien beleuchten Vorgehensweisen und Instrumente, die sich zur Erfüllung dieser Anforderungen in der Praxis bewährt haben - mit besonderem Augenmerk auf mündliche Prüfungen. Praxisberichte geben Einblick in das Zusammenwirken von Curriculumentwicklung und Prüfungsgeschehen.
Im Folgenden finden Sie:
Weiterbildung und Beratung im HDZ und an Ihrer Universität
Hier sind Angebote zusammengestellt, die Ihre Universität zu diesem Thema speziell für Professorinnen und Professoren bereithält. Darüber hinaus finden Sie thematisch passende Angebote aus dem Programm des HDZ.
Expertengespräch: Kompetenzorientiert mündlich Prüfen -  PD Dr. Ulrike Hanke
Dr. Hanke spricht darüber, worauf es bei der Gestaltung mündlicher Prüfungen ankommt und wo die Herausforderungen liegen. Zum Thema "Bewertung" bietet Sie dazu auch Materialien zum Download an.
Lernziele formulieren
Eine wichtige Voraussetzungen für die Planung von Prüfungen ist es, dass Zielvorstellungen formuliert werden. Klar formulierte Lernziele schaffen Transparenz für Studierende, sorgen für klare Anforderungen und ermöglichen die Vergleichbarkeit von erworbenen Kompetenzen.
Kompetenzbasierte Aufgaben
Prüfungsaufgaben und -formen erfüllen dann den Anspruch der Kompetenzorientierung, wenn sie eng auf die Kompetenzen, die geprüft werden sollen, abgestimmt sind. Bei der Auswahl des passenden Prüfungsformats und geeigneter Prüfungsaufgaben gilt es, Realitätsnähe und Authentizität gegenüber praktischer Durchführbarkeit und gegebenen Rahmenbedingungen abzuwägen.
Praxisinterview: Mündlich Prüfen in der Mathematik - apl. Prof. Dr. Thomas Markwig
Professor Markwig hat als Studiendekan des Fachbereichs Mathematik an der Universität Tübingen darauf hingewirkt, mehr mündliche Prüfungen in die Curricula der Studiengänge B. Sc. und B. Ed. Mathematik einzubauen. Wir haben mit ihm über die Umsetzung des Vorhabens gesprochen.
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